Die Stipprute – Aufbau, Unterschiede und Test – 2020

Der Stippangler ist dank seiner beinahe endlosen Angelrute sehr leicht zu erkennen. Worauf bei einer Stipprute geachtet werden muss, möchten wir Dir in diesem Artikel näher bringen.

4 Kriterien, die bei dem Kauf einer Spinnrute unbedingt beachtetet werden müssen!

Wer mehrere Meter vom Ufer aus mit der Pose auf Friedfische angeln möchte, wird beim Suchen sicherlich schon über das Stippangeln gestolpert sein. Und einfacher geht es kaum. Beim Stippen reicht schon eine Stipprute, eine Schnur und ein Posenmontage um die Fische zu überlisten. Dabei wird völlig auf die Rolle verzichtet. Durch die gute Kontrolle der Pose mit der simplen Montage und dem direkten Anhieb hat diese Angeltechnik durchaus ihre Vorzüge. In diesem Stippruten Test sollen Dir die folgenden 4 Kriterien verdeutlichen, worauf es beim Kauf wirklich ankommt.

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1. Länge und Steck- oder Teleskoprute

Stippruten werden grundsätzlich als Steck- und als Teleskoprute verkauft, wobei Teleskopruten nicht so lang wie Steckruten sind. In der Regel sind Teleskopruten bis zu einer Länge von 10,00 m und Steckruten bis zu 17,50 m erhältlich. An diese extremen Längen müssen sich Anfänger aber erst einmal gewöhnen. Nicht selten brechen unerfahrenen Stippern bei Hebeversuchen die Ruten.

Teleskopruten sind vergleichsweise schwerer, besitzen dafür aber ein besseres Packmaß für den Transport. Steckruten sind dagegen stabiler und flexibler in der Anwendung, da die Rutenlänge variabel zusammengesteckt werden kann. Dadurch können Seen aber auch kleine Kanäle mit einer langen Steckrute beangelt werden. Außerdem ist es möglich, mehrere Aufsätze, sogenannte „Kits“, als vorderstes Segment auszutauschen. Damit können in wenigen Sekunden die Spitzen und auch die vorgefertigten Montagen an das jeweilige Gewässer angepasst werden. Härtere Spitzen eignen sich für Flüsse oder Kanäle, also Fließgewässer und weichere Spitzen für Stillgewässer wie Seen oder kleine Kanäle.

Browning Black Magic
Wer eine Rute sucht, die vererbt werden soll, greift zu Browning. Sie lassen sich jedoch die Qualität gut bezahlen. Diese Teleskoprute hat bei einer Länge von 8 m nur ein Gewicht von 365 g und ist somit auch über den ganzen Tag verteilt nicht ermüdend.

Weil die Länge variabel einstellbar ist, kann auch die Schnur je nach Angelmethode sehr kurz gehalten werden. Für das Landen werden einfach beliebig viele Rutenteile abgesteckt und die Stipprute dann erst richtig gehoben um den Fisch in den Kescher zu bekommen. Bei Teleskopruten ist das nicht der Fall, dass die Schnur variabel eingestellt werden kann. Dort muss die Schnur immer etwa 35 cm kürzer als die gesamte Rute sein, um den Fisch überhaupt landen zu können.

Unsere Stippruten Empfehlung liegt eindeutig bei der Steckrute. Mit ihr können verschiedene Gewässer beangelt und unterschiedliche Angelmethoden eingesetzt werden, da die Schnur unterschiedlich lang sein kann. Teleskopruten sind nur dann empfehlenswert, wenn die Angelmethoden und Gewässer sich an jedem Angeltag ähneln.

2. Gewicht

Auch wenn die Stipprute beim Angeln teilweise abgelegt wird, darf das Gewicht nicht außer acht gelassen werden. Zwar wird dank der nicht benötigten Rolle Ballast gespart, jedoch kommt durch die Länge der Rute einiges an Gewicht zusammen. Materialien wie Kohlefaser erlauben sehr stabile und leichte Stippruten für einen optimalen Ansitz. Schwere Ruten zehren nur unnötig an der Kraft und können einen Ausflug sehr kräfteraubend machen – selbst mit einem Rutenhalter. Die Preise für hochwertige Materialien sind allerdings sehr hoch angesiedelt und nicht zwingend für unerfahrene Stipper zu empfehlen. Bevor viel Geld ins Gerät investiert wird, sollten schon einige Ansitze am Wasser stattgefunden haben. Stippen ist nämlich nicht jedermanns Sache, auch wenn der Ansitz sehr entspannend aussieht.

3. Aktion und Gummizug

Wer ausschließlich Köderfische angeln möchte, der benötigt auch keine spezielle Spitzenaktion geschweige denn einen Gummizug. Dazu ist ein steifes Rückgrat vollkommen ausreichend. Wer jedoch auch größere Friedfische oder sogar kleine Karpfen an der Stippe überlisten möchte, dem ist zusätzlich zum starken Rückgrat auch eine feine Kohlefaserspitze oder sogar ein Gummizug zu empfehlen. Durch die Biegung der Spitze oder durch die Dehnung des Gummizugs, können die Abzüge des Fisches ganz leicht abgefedert werden und ermöglichen somit einen Drill ohne Schnurriss oder Ausschlitzen des Hakens. Allerdings könnte die Suche nach Teleskopruten mit Gummizug sehr lange dauern, da es Gummizüge fast ausschließlich bei Steckruten gibt. Die Gummizüge können an der Montage beliebig stark und lang gewählt werden. Die richtige Montage hängt, wie so oft, vom Zielfisch ab.

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4. Preis

Je nach Einsatzzweck können sich die Preise sehr stark unterscheiden. Es gibt einfache Teleskopruten für rund 50,00 € aber auch sehr hochwertige Steckruten ab 300,00 € und weit drüber hinaus. Zum Köderfischangeln oder zum Einstieg auf kurze Distanzen reicht eine Teleskoprute für 50,00€ meist aus. Wer jedoch schon die ersten Ansitze hinter sich hat oder auf größere Friedfische aus ist, sollte lieber zu den Steckruten greifen. Sie sind in ihrer Länge variabel, wiegen im Vergleich zu Teleskopruten weniger und können mit einem Gummizug bestückt werden. Eine gute und langlebige Steckrute startet in der Regel bei 200,00 €. Wem dieser Preis zu hoch ist, der sollte nach Angeboten oder gebrauchter Ware Ausschau halten.

Nach diesen 4 Kriterien sollte Dein nächster Stipprutenkauf für viele Fische sorgen. Obendrein haben wir Dir hier zwei Stippruten in verschiedenen Ausführungen und Längen in diesem Beitrag gezeigt.

Preis-Leistungs Empfehlung
DAM Composite

  • Hersteller: DAM
  • Länge: 8 m
  • Transportlänge: 115 cm
  • Teleskoprute: Ja
  • Anzeil der Teile: 8
  • Gewicht: 779 g
Die DAM hat bei dem niedrigen Preis wirklich die Preis-Leisungs Empfehlung verdient. Allerdings hat sie schon ein ordentliches Eigengewicht, dass beim Kauf unbedingt berücksichtigt werden sollte.